Thomas (34)

Vorab: Thomas, ich hoffe dieser Beitrag gefällt dir und er wird unserer gemeinsamen Zeit zumindest annähernd gerecht. xoxo

Thomas und ich haben uns vor längerer Zeit auf einem der deutschen Twittertreffen kennengelernt. Für alle, denen Twitter nichts sagt: Die Plattform mit dem kleinen blauen Vogel, die einem zuerst völlig wirr erscheint, einen aber nicht mehr loslässt, wenn man einmal drin ist. Wir kamen irgendwann ins Gespräch und stellten schnell fest, dass wir uns gut verstehen. Irgendwann war ich allerdings zu betrunken und endete mit ein paar anderen Menschen in einer Bar, weshalb wir uns an dem Abend aus den Augen verloren haben. Doch wir hielten Kontakt, über Twitter, telefonierten auch hin und wieder. Nach einiger Zeit stand also fest: Wir wollen uns wiedersehen.

Weitere viele Monate später haben wir es endlich geschafft, einen Termin für unser Treffen zu finden. Je näher dieser kam, desto aufgeregter waren wir beide. Wir hatten uns lange nicht gesehen, nur geschrieben. Lag die Sympathie vielleicht nur am Alkohol des Abends oder könnte da mehr laufen? Wochenlang überlegte ich mir, was ich wohl anziehen würde. Halterlose Strümpfe wären zu gewagt. Jeans vielleicht? All diese Überlegungen nahm mir schließlich Petrus ab, denn ausgerechnet das Wochenende sollte wahnsinnig heiß werden (im doppelten Sinne). Also entschied ich mich für ein kurzes, trägerloses Sommerkleid ohne BH.

Nach einigen Turbulenzen kam ich schließlich bei ihm an und er strahlte, als er mich sah. Ja, die Sympathie war definitiv da, ich hatte mir völlig umsonst solche Sorgen gemacht. Ohne, dass ich etwas sagen musste, nahm er mir meine Tasche ab. Sie war sehr schwer, damit hatte er wohl nicht gerechnet. „Ich sammle leidenschaftlich gern Steine“ , sagte ich lachend, um meine Scham zu überspielen. Er wirkte zuerst verwirrt, erwiderte dann aber mein Lachen. Ich kann mir vorstellen, dass ihr jetzt denkt, dass an diesem Abend direkt etwas lief, aber so war es nicht. Bei ihm angekommen, überkam mich sofort eine starke Müdigkeit. Die Hitze, die Fahrt, der vorangeschrittene Tag – all das ließ mich sehr erschöpft zurück. Also kochte er uns noch schnell etwas, ehe wir uns bei einem Film auf das Sofa kuschelten und schließlich schlafen gingen. Es gab einen längeren Gute-Nacht-Kuss, ehe wir uns ins Reich der Träume begaben. Ja, auch so können Dates aussehen.

Der nächste Tag

Am nächsten Morgen war ich allein in seiner Wohnung, er kam erst gegen Mittag von der Arbeit zurück. Zuerst ärgerte ich mich darüber, aber tatsächlich stellte es sich als sehr angenehm heraus. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr in einer fremden Wohnung aufwacht, noch verstrubbelt von der Nacht seid und euch denkt: „Ich habe bestimmt die Augenringe des Todes.“ All dies musste mich nicht kümmern, ich konnte erst einmal in Ruhe ausschlafen. Irgendwann stand ich auf und fand eine Nachricht in seiner Küche.

Guten Morgen! Ich hoffe, du hast gut geschlafen? Tee und Brötchen hab ich dir hingelegt. Aufschnitt usw. findest du im Kühlschrank. […] Bis später! ❤

Das fand ich sehr süß. Also lief ich in weißem Schlabbershirt und Panties durch seine Wohnung und machte mir Frühstück. Um mir die Wartezeit zu versüßen, telefonierte ich noch ein wenig und las in diversen Sozialen Netzwerken, was es so Neues gab. Da ich noch immer viel Zeit hatte, sah ich mich in seiner Wohnung um, fand schließlich ein Handtuch und hüpfte in die Badewanne. Wow, du sitzt in einer fremden Stadt in einer fremden Wohnung in einer fremden Wanne, wie absurd ist das? Amüsiert über diesen Gedanken spülte ich mir das letzte bisschen Duschgel und Schaum vom Körper und begann mich abzutrocknen. Was dieser Tag wohl bringt?

Schließlich kam Thomas heim und ich begrüßte ihn an der Tür. Mittlerweile hatte ich mir etwas angezogen und war auch schon zurecht gemacht. Auf Make-up verzichtete ich an diesem Wochenende größtenteils, es war ohnehin zu warm. Glücklicherweise gehöre ich zu der Art Frauen, denen es nichts ausmacht, sich kaum bis gar nicht geschminkt zu zeigen. Gemeinsam gingen wir ein paar Stunden spazieren (ja, tatsächlich so lang). Eine Frau sonnte sich im Bikini an einem See. „Also Bikini-Wetter ist das ja noch nicht“ , sagte ich amüsiert. „Aber Outdoorsex-Wetter.“ Er lachte. Für einen kurzen Augenblick musste ich mir vorstellen, wie es wohl wäre, dort hinter dieser Mauer im Freien… Aber den Gedanken verwarf ich schnell wieder. Es gab einfach noch so viel zu sehen und zu reden! Zurück in seiner Wohnung waren meine Beine etwas müde.

Am Abend schauten wir noch ein wenig fern. Er legte seine Hand auf meinen Oberschenkel und streichelte mich immer wieder zwischendurch, was einen sehr beruhigenden Effekt auf mich hatte, mich aber gleichzeitig ein wenig irritierte. „Möchtest du Wein?“ Er reichte mir mein Glas. Auf die Frage, was ich noch gern für das Wochenende hätte, hatte ich mit „Rotwein“ geantwortet und er hatte mir tatsächlich einen besorgt. Ich weiß wirklich nicht, woran es lag, dass ich so unsicher war neben ihm, aber in dem Moment kam mir der Wein sehr gelegen. Dieser Mann strahlt derart viel Selbstsicherheit aus, dass man dagegen nur verlieren kann. Ich fühlte mich jung und unerfahren dagegen (auch wenn das nicht unbedingt zutrifft). Jedenfalls lag es nicht an den 12 Jahren Altersunterschied, die uns trennen, denn davon merkte ich an diesem Wochenende wirklich nichts, ich dachte nicht einmal daran.

Komm zur Sache!

Irgendwann begann ich mich bettfertig zu machen. Ich putzte mir die Zähne, zog wieder mein weißes Schlabbershirt an, und lief mit String und Shirt durch die Wohnung, wie ich es am Morgen auch getan hatte. Als er dazukam, lag ich schon im Bett. Wir unterhielten uns noch ein wenig – und plötzlich küsste er mich. Ich spürte sein Piercing auf meiner Zunge, was sehr spannend war.  Es war sexy. So sehr ich mir in dem Augenblick auch gewünscht hätte, dass etwas zwischen uns lief, so weit entfernt war mein Kopf. Ich konnte nicht abschalten. „Sorry, ich weiß und spüre deutlich, dass du verdammt scharf auf mich bist, aber bei mir geht da glaube ich heute nichts. Tut mir leid“ , flüsterte ich. Ich fühlte mich so mies… Sichtlich enttäuscht von meinem Korb, ließ er von mir ab und rutschte zurück auf seine Seite des Bettes. „Darf ich dich wenigstens ein bisschen lecken? Bitte. Ich frage mich schon so lange wie du wohl schmeckst und hab echt wahnsinnig Lust darauf!“ WIE BITTE? Ich verstand die Welt nicht mehr.

Normalerweise bin ich schon überrascht, wenn Männer es überhaupt in Betracht ziehen, auch an die Befriedigung der Dame zu denken. Meist, nachdem sie schon selbst gekommen sind. Aber das hier war etwas völlig anderes. Thomas erwartete keine Gegenleistung, keinen Sex, nichts. Er akzeptierte meine Aussage. Alles, was er wollte, war MIR etwas Gutes zu tun, nicht sich. Diese Frage brachte mich derart aus der Fassung, dass ich gar keine Antwort parat hatte. „Ich… aber das… echt jetzt? Also wenn du…“ „Bitte! Ich will dich schmecken.“ Von dem Moment an setzte der Verstand aus und ich wollte nichts anderes, als ihn zwischen meinen Beinen. Er begann die Innenseiten meiner Schenkel zu küssen und mich zu beschnuppern. Mit einer geübten Handbewegung zog er mir quälend langsam den String die Beine hinunter. Ich schüttelte ihn von den Füßen und spreizte gierig die Beine. „Oh bitte! Ja!“

Thomas war der Dirigent und mein Körper sein Orchester. Er verstand es, mir die schönsten Klänge zu entlocken.

Was ab diesem Punkt geschah, kann ich nicht beschreiben. Mein Gehirn war wie in Trance, ich fühlte nur und dachte nicht mehr. Alles in meinem Körper war irrelevant, nur dieses Gefühl zwischen meinen Beinen zählte noch. Ich stöhnte laut, wandte mich hin und her, streckte ihm mein Becken entgegen, presste sein Gesicht gegen mich. Immer wieder spürte ich seine Zungenspitze auf meiner Klit, sein Piercing an meinen Schamlippen. Zwischendurch seine Hände an meinem Po, an meinen Brüsten, in mir. „Ohhhh, fuck…“ Ich begann bereits zu zittern. Er stöhnte und raunte so laut zwischen meinen Beinen, dass es mich nur noch mehr erregte. Plötzlich, und für mich völlig überraschend, kam er, ohne sich berührt zu haben. Was ist da gerade passiert? Es hatte ihn derart erregt mich zu lecken, dass er kam. Wow!

Aber das bedeutete nicht, dass er keine Lust mehr hatte. Im Gegenteil, er machte unbeirrt weiter. Als er meine Schenkel zu küssen und mich zu streicheln begann, konnte ich die Finger nicht von mir lassen und fing an, vor seinem Gesicht zu masturbieren. Das machte ihn sichtlich scharf, was wiederum mich anmachte und… Teufelskreis, ihr wisst schon. „Leck mich!“ , rief ich vor Lust. Als seine Zunge meine Klit umspielte und er an ihr zu saugen begann, war es um mich geschehen. Ich kam derart laut und heftig, dass es auch die Nachbarn mitbekommen haben müssten. „Das. War. Der. Wahnsinn.“

Vollgepumpt mit Endorphinen bemerkte ich, dass sein Penis bereits wieder hart wie Stahl war. Wieso überraschte mich das eigentlich noch? Ich wollte ihm ebenfalls gut tun. Meine Hand entblößte seinen Schwanz und ich begann ihn zu wichsen. Zuerst ganz zart, dann immer fester und schneller. Der Tempowechsel schien ihm zu gefallen. Er stöhnte und als ich ihn küsste und mich darin schmecken konnte, kam er laut. Sein warmer Samen spritzte über meine Hand auf seinen Körper. Ich sah ihm in die Augen und leckte mir sein Sperma von der Hand. „Rrrrr, du kleines Luder“ , sagte er. Dann lächelten wir.

Fazit: Liebe Männer, hier könnt ihr noch etwas lernen. Wer Spaß an der Lust des Anderen hat, der wird insgesamt umso mehr Spaß haben! Egoismus hat im Bett nichts verloren. Auch wichtig: Lest die Körpersprache des Anderen. Thomas und ich waren zuvor nie zusammen im Bett, haben nicht darüber gesprochen, was wir mögen und doch konnte er mich lesen wie ein Buch und spürte direkt, was mir gefällt und was nicht. Dieses Feingefühl kann den kleinen aber feinen Unterschied machen. Ich entlasse euch mit einem kleinen Zitat aus unserem Chat ein paar Tage später:

Screenshot

 

 

6 Kommentare zu „Thomas (34)

  1. Liebe Madame,
    mir ist gerade heiß und kalt geworden und ein Schauer lief mir über den Rücken!
    Du hast erstmal einen sehr schönen Schreibstil und ich liebe es eine Frau so zu verwöhnen wie du es beschrieben hast, den Duft einzuatmen, sie zu schmecken und nur dadurch zu befriedigen!
    Es ist für mich das höchste.
    Danke für den Text.
    LG Jörg

    Gefällt 1 Person

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